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CETA und TTIP Stoppen

AUGE/UG und KIV/UG laden am 21. März zum „Sozialgipfel Reloaded“

Alternativer Sozialgipfel will Überlastung und Arbeitsdruck im Bereich Sozialer und Gesundheitsdienste auf- und anzeigen

 

Die Unabhängigen GewerkschafterInnen in AK und GPA-djp (AUGE/UG) und GdG-KMSfB (KIV/UG) laden am 21. März zum „Sozialgipfel Reloaded“ ins Bildungszentrum der AK-Wien. „Im Zentrum des diesjährigen Sozialgipfels steht neben der Vernetzung von BelegschaftsvertreterInnen, GewerkschafterInnen und Beschäftigten des Sozial-, Gesundheits-, Elementar- u. Erwachsenen-Bildungs-Bereichs der Erfahrungsaustausch über mögliche Protest- und Widerstandsformen – von Überlastungsanzeigen über Kampagnen bis hin zu Streiks - gegen eine Politik des Kaputtsparens und der Erhöhung des Arbeitsdrucks auf Kosten der Beschäftigten und der KlientInnen und für die Bereitstellung der schon seit über drei Jahren geforderten, notwendigen Sozialmilliarde! Dazu wird es inhaltliche Inputs und Workshops zum Austausch geben,“ umreißt Christine Rudolf vom Organisationsteam, politische Sekretärin der KIV/UG – Konsequente Interessensvertretung in der GdG-KMSfB und AK-Rätin der AUGE/UG in Wien, das Gipfelprogramm.

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Umfangreiches Programm

 

Inhaltliche Inputs kommen von a.o. Univ.-Prof. Nikolaus Dimmel, Experte für Soziale Dienste und Sozialpolitik an der Universität Salzburg, der über „Arbeitskonflikte und Arbeitskämpfe im Sozialbereich“ referieren wird, und von Kati Ziemer, Betriebsrätin und verdi-Funktionärin an der Berliner Charité, die unter dem Titel „Hochleistungsmedizin versus Billiglohn“ von den Streikerfahrungen am traditionsreichen Berliner Krankenhaus berichten wird. Workshops werden neben BelegschaftsvertreterInnen u.a. von Elisabeth Hammer (Verein kritische Soziale Arbeit), Birgit Meinhard Schiebel (IG pflegende Angehörige) und Karl Heimberger (Betriebsrat wissenschaftliches Personal MedUni/AKH Wien) geleitet.

 

Weitere Einsparungen im Zeichen der Schuldenbremse drohen!

 

Mit den kürzlich präsentierten Budgetkonsolidierungsmaßnahmen droht sich der Druck auf den Sozial-, Gesundheits- und Bildungsbereich noch zu verschärfen: „Unter Überschriften wie 'Kürzung von Ermessensausgaben' oder 'Reform des Fördersystems' verstecken sich vielfach Kürzungen bei Sozialen Diensten. Und die können dramatisch hoch ausfallen,“ erinnert Markus Koza, Bundessekretär der AUGE/UG – Alternative und Grüne Gewerkschaften in der GPA-djp und in der AK und Vertreter der UG – Unabhängige GewerkschafterInnen im ÖGB-Vorstand, an veranschlagte Einsparungen im Umfang von 1 Mrd. Euro alleine aus dem Umbau des Fördersystems. „Wenn Länder und Gemeinden gleichzeitig bis 2016 einen ausgabeseitigen Konsolidierungsbeitrag von rund 2,6 Mrd. Euro, das Gesundheitssystem von über 1,3 Mrd. Euro erbringen soll, drohen auch diese Einsparungen zu einem nicht geringen Teil auf Kosten von Beschäftigten, Angehörigen und Betroffenen im Sozial- und Gesundheitsbereich zu gehen.“

 

Keine Nulllohnrunden auf Kosten von Fraueneinkommen und Beschäftigten in sozialen Diensten!

 

Auf heftige Kritik stoßen in diesem Zusammenhang auch von Ländern und Gemeinden angekündigte Nulllohnrunden für öffentliche Bedienstete: „Das würde auch Nulllohnrunden für KrankenpflegerInnen, für KindergärtnerInnen und SozialarbeiterInnen in den Gemeinden bedeuten. Und: viele private Sozialeinrichtungen sowie Einrichtungen des elementaren Bildungsbereichs sind unmittelbar an Löhne und Gehälter im öffentlichen Dienst gebunden. Damit drohen auch hier Nulllohnrunden, in einem Bereich, in dem besonders viele Frauen arbeiten und die Einkommen 17 % unter dem Durchschnitt liegen. Das ist unzumutbar und inakzeptabel, da sind die Gewerkschaften jedenfalls gefordert. Die öffentliche Hand hat eine Verantwortung für die Beschäftigten in den Sozialen Einrichtungen, die im Auftrag von Bund, Ländern und Gemeinden Pflege-, Betreuungs- und Bildungsleistungen erbringen. Hier weiter öffentliche Ausgaben zu kürzen geht unmittelbar zulasten von Frauen und erhöht den Arbeitsdruck, was unmittelbar zu Überlastung führt. Denn die Arbeit wird nicht weniger, im Gegenteil, alle Studien gehen von einem steigenden Bedarf an Pflege- und Betreuungseinrichtungen in der Zukunft aus. Die öffentliche Hand muss langfristig entsprechende finanzielle Mittel sicherstellen, die den Betroffenen menschenwürdige Betreuungsverhältnisse und den Beschäftigten entsprechend faire Einkommens- und Arbeitsbedingungen garantieren,“ schließt Koza.

 

Der Sozialgipfel reloaded findet am 21. März 2012 von 16.00 bis ca. 20.30 Uhr im Bildungszentrum der AK-Wien, Theresianumgasse 16 – 18 Uhr statt. Programm unter http://www.kiv.at/vernetzung-soziales

 

Um 13.00 Uhr gibt es außerdem zum Auftakt einen Flashmob zum ThemaAchtung Gefährdung! Wir zeigen an/auf!- Resselpark/Ausgang U-Bahnstation Karlsplatz. Was passiert, wenn in Teilen des Sozialbereichs eingespart wird und welche Folgen für andere Teile zu erwarten sind, und warum vor entsprechenden „Dominoeffekten“ dringend zu warnen ist!

VertreterInnen der Medien sind herzlich willkommen!