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ÖLI-UG: Ohne demokratische Dienstrechtsreform keine demokratische Bildungsreform!

ÖLI-UG unterstützt Grußbotschaft der "LehrerInnen für das Bildungsvolksbegehren" an die MinisterInnen Schmied, Heinisch-Hosek und Fekter

 

  • Bildungsbudgetoffensive, statt Dienstrechtsverhandlungen unter Spardiktat
  • motivierte LehrerInnen mit demokratisch gewähltem Schulleitungsteam, statt Parteipolitik
  • auf Universitätsniveau ausgebildete PädagogInnen "vollakademisch" bezahlen
  • bestmögliche Bildung für lernhungrige SchülerInnen, statt angstbesetzte Selektionsverfahren.

 LehrerInnenarbeit ist mehr als Unterrichten. Die Bezahlung auf Grundlage der "Lehrverpflichtung", die im derzeitigen Dienst- und Besoldungsrecht festgeschrieben steht, macht die vielfältigen pädagogischen, Schule, SchülerInnen und Unterricht begleitenden Tätigkeiten zur unbezahlten Nebensache. Ein neues Dienstrecht ist längst notwendig, als Teil der von den Regierungsparteien seit langem angekündigten Bildungsoffensive, die auch eine Bildungsbudget-Offensive sein muss.

 Die von Ministerin Fekter vorgeschlagene Kostensenkung durch eine lebenslängliche Arbeitszeiterhöhung für alle neu eintretenden LehrerInnen bei gleicher Lebensverdienstsumme (die Erhöhung der Einstiegsgehälter wird mit den geringeren Endbezügen finanziert) wird von den KollegInnen Greiner, Landau und Schrodt zu Recht zurückgewiesen, weil vermittelt wird, dass LehrerInnen zu wenig arbeiten.

 Für die Unabhängigen GewerkschafterInnen sind Fragen der Entlohnung, der Wochenarbeitszeit und der Arbeitsbedingungen wesentlich. Die von ihnen vertretenen ArbeitnehmerInnen an den Schulen sind wesentlich für das Gelingen der anstehenden Schulreform, die jedem Kind, unabhängig von sozialer Herkunft, Geschlecht und Religion, die bestmögliche Bildung sichert und auf angstbesetzte und lernbehindernde Selektionsverfahren im Volksschulbereich verzichtet. Ebenso wesentlich ist die Stärkung der Eigenständigkeit aller Schulen (bei kleineren Schulen Zusammenschluss zu eigenständigen Schulverbunden), denen der Bund ausreichende Ressourcen und das künftig gleichwertig auf Universitätsniveau ausgebildete pädagogische Personal zur Verfügung stellt und dieses entsprechend dieser Ausbildung und der Bedeutung der LehrerInnenarbeit auf allen Schulstufen "vollakademisch" bezahlt. Auch hier unterstützt die ÖLI-UG die Grußbotschaft der "LehrerInnen für das Bildungsvolksbegehren", das die landesparteipolitische Klientelpolitik mit der Bundeszuständigkeit für alle LehrerInnen und
einem gemeinsamen LehrerInnendienstrecht beenden will.

 Eigenständigkeit der Schulen braucht aber mehr als Abschaffung von Bezirksschulräten und mehr Verwaltungspersonal am Standort: Was die Unabhängigen Gewerkschafterinnen vom neuen Dienstrecht fordern, ist die Einbindung der Schulleitung in ein der Schule verantwortliches und an der Schule gewähltes Leitungsteam.

 Der Standard berichtet, dass einer der Vorsitzendenstellvertreter in der LandeslehrerInnengewerkschaft der APS, Kollege Bulant von der sozialdemokratischen Fraktion, die Anliegen des Bildungsvolksbegehrens durch Unterstützung der Grußbotschaft zum Ausdruck bringen wird. Wir Unabhängigen Gewerkschafterinnen freuen uns über diese offensive Haltung, die sich vom von der GÖD praktizierten Warten auf Regierungsentwürfe zum Dienstrecht abhebt. Die von APS-, AHS-, BMHS- und BerufsschullehrerInnen der ÖLI-UG im Herbst 2010 erarbeiteten Vorschläge für ein neues Dienst- und Besoldungsrecht sind unter www.oeli-ug.at/Dienstrecht.pdf abrufbar, zur Petitionsunterzeichnung der "LehrerInnen für das Bildungsvolksbegehren" führt der Link www.bildungsrecht.at

 Glück auf für die in den nächsten Wochen beginnenden
Dienstrechtsverhandlungen!

Die VertreterInnen der ÖLI-UG in der ARGE LehrerInnen der GÖD,

Josef Gary Fuchsbauer (BMHS),
Barbara Gessmann-Wetzinger, Wilfried Mayr (beide APS),
Reinhart Sellner (AHS)