Unabhängigen Gewerkschaftsfraktion im ÖGB (UG): Universitäten stärken alle Branchen

Kürzungen wären ein Bumerang. #UnisRetten

„In Krisenzeiten an Universitäten zu sparen, ist die schlechteste Wahl. Die angekündigte Kürzung auf 15,5 statt der benötigten 18 Milliarden Euro 2028–2030 gefährdet Fachkräfte, Forschung und Wertschöpfung in allen Wirtschafts- und Produktionsbereichen. Die Investitionen der letzten Jahre in einen international konkurrenzfähigen Forschungsstandort würden zunichte gemacht“, so die UG-Bundesvorsitzende Marion Polaschek und wünscht sich breite Beteiligung an der Protestkundgebung, die heute ab 13h vor der Universität Wien startet.

„Die Unabhängigen in allen Fachgewerkschaften sind hochbesorgt: Wer an Innovationskraft spart, gefährdet Betriebe und Beschäftigung quer durch alle Branchen in Industrie, Energie, Life Sciences, Digitalisierung, Umwelttechnologien, Tourismus, Handel, Kulturbereich und Kreativwirtschaft. Hier gehen Solidarität und Betroffenheit Hand in Hand.“

Die Wirkung ist ausreichend belegbar:

– Internationale Spitze: Universität Wien z.B. im THE-Ranking 2026 auf Platz 95

– ein Magnet für Talente und Unternehmen.

– Innovation: 49% der Großunternehmen und 27% der KMU kooperieren mit Hochschulen; 81% bringen Marktneuheiten hervor. Universitäre Patente sind technologisch breiter und bedeutsamer.

– Beschäftigung & Finanzen: Uni-Umsätze erzeugen 7 Mrd. Ꞓ Wertschöpfung, rund 77.000 Jobs und 3,5 Mrd. Ꞓ Abgaben; ausländische Studierende zusätzlich 1,4 Mrd. Ꞓ und 13.400 Jobs.

– Regionale Effekte: In Wien sorgen Studierende, Beschäftigte, internationale Gäste und Hochschulaufträge für Milliardennachfrage und tausende zusätzliche Jobs.

– Hohe Rendite: Öffentliche Hochschulinvestitionen amortisieren sich in 3–5 Jahren; Ertragsrate 5–7,3%.

„Wissen und gute Ausbildung sind Österreichs wichtigster Rohstoff. Sie sind die Basis unseres Wohlstands – und werden es immer mehr“, betont Polaschek und ergänzt: “Deshalb sind Forderungen zur Sicherung der getätigten Investitionen gerade jetzt alternativlos:

– Grundfinanzierung inflations- und lohnsummenbereinigt sichern und ausbauen.

– Mehrjährigen Investitions- und Stabilitätsrahmen gesetzlich verankern, Kürzungen in Rezessionen ausschließen.

– Geplante Kürzungen zurücknehmen, gezielt in Forschung, Lehre, Digitalisierung und Infrastruktur investieren.”

„Universitäten rechnen sich – für Beschäftigung, Unternehmen und den Staat. Wir werden nicht schweigen, egal wer regiert: Wir stehen immer an der Seite der Beschäftigten. Wir gehen für die Unis auf die Straße“, so Polaschek abschließend.

Hier findest du die Presseaussendung als OTS.


Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert